Unterwegssein

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Ich packe meinen Rucksack und nehme mit: Einen Pullover, ein paar T-Shirts, ein kleines Notizbuch, ein spezielles schnelltrocknendes Handtuch und so weiter. Viele nützliche Dinge für mein Unterwegssein.

Unterwegssein ist ein komisches Wort. Es besteht aus „unter“ und „weg“ und hinten baumelt noch dieses „sein“ dran. Ich bin also unter dem Weg, obwohl ich mich auf den Weg mache, manchmal neben der Spur bin und oft alles vorweg nehmen will. Doch egal welches Wort man auch davorsetzt, es geht vielleicht gerade um dieses hinten baumelnde „sein“: auf, unter, neben, hinter dem Weg „sein“, sich umschauen und staunen wie ein kleines Kind.

Ich gucke mir meinen Rucksack an, der aus allen Nähten platz und viel zu schwer ist auf dem Rücken. So macht das keinen Spaß. Also packe ich ein paar unpraktische Dinge wieder aus. Hmm… ich kann mich nicht entscheiden. Nagut, dann doch das Shirt mit den Streifen raus und diese sehr unbequeme Angst vor dem Ungewissen brauch ich auch nicht. Sie hat sich allerdings in dem vorderen Reißverschlussfach am Rucksack verklemmt und lässt sich einfach nicht entfernen. Zum Glück habe ich aber auch eine Portion Neugierde und Vorfreude dabei, die es sich in einer kleinen Dose hinten im Rucksack gemütlich gemacht haben.

Jetzt kann es losgehen. Ich mach mich auf, unter, neben, über den Weg.

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